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Relevante Daten für eine gesündere Zukunft

Gastbeitrag

Gastbeitrag von Kacy Harding, Head of Data Analytics, Connected Digital Platforms & Propositions, Philips Amsterdam

 

Was sind unsere wirtschaftlichen Herausforderungen? Und was sind erfolgreiche Strategien, mit denen uns die digitale Transformation gelingen kann? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum auf dem The Economist Innovation Summit 2017 am 29. Juni in Berlin. Die Veranstaltungsreihe bringt Journalisten mit Geschäftsführern, Unternehmern und Denkern zusammen, um verschiedene Themen zu erörtern und Lösungsansätze zu konzipieren.

Der seit sieben Jahren stattfindende Summit machte dieses Jahr das erste Mal Station in Europa und ich habe mich sehr gefreut, im Themenbereich „The two Faces of Data“ zum Kreis der Redner zu gehören. Mit ist es wichtig den Punkt aufzuzeigen, dass Digitalisierung alleine uns natürlich hilft Daten zu sammeln und zu verwalten, allerdings geht hierbei oft das Potenzial verloren, diese richtig auszuwerten und konkrete Schlüsse daraus zu ziehen. Denn: Daten aller Art sind für Unternehmen unerlässlich, um Strategien, Innovationen und neue Handlungsweisen abzuleiten. Bei Philips sammeln wir jeden Tag um die sieben Millionen Daten über verschiedene Kanäle – Tendenz stetig steigend.

Gesundheitsversorgung persönlich machen

Das Sammeln allein hat noch nicht viel Wert. Vielmehr müssen die Daten relevant, zuordenbar und aussagekräftig sein. Wir bei Philips haben uns das Ziel gesetzt Menschen effektiv dabei zu unterstützen, ein gesünderes Leben zu führen. Dafür nutzen mein Team und ich alle Daten, die uns unsere digitalen Gesundheitslösungen liefern. Mithilfe von Nutzererfahrungen, Nutzungstreue und Eingaben können wir aktiv dabei helfen, den Veränderungsprozess zu unterstützen.

Der selbstbestimmte Patient

Wir nutzen den Trend, dass immer mehr Konsumenten digitale Gesundheits-Tracker (zum Beispiel: Wearables und Gesundheits-Apps) nutzen und sich so proaktiv um ihre Gesundheit kümmern. Denn auch die Konsumenten selbst werten ihre gewonnen Daten aus bzw. nutzen die Tipps des jeweiligen Anbieters. Mit der Fülle des Angebots steigt auch der Qualitätsanspruch an Produkte und Lösungen. Nutzer suchen nach einer Lösung, die relevante Daten und Auswertungen liefert – idealerweise mit medizinischer Expertise.

Gleichzeitig wollen wir Menschen dabei helfen, gar nicht erst krank zu werden. Denn damit steigt nicht nur die Lebensqualität jedes einzelnen, es sinkt auch der Kostendruck auf das Gesundheitssystem, wenn beispielsweise ein Krankenhausaufenthalt vermieden wird. Dafür brauchen wir Plattformen die es Konsumenten ermöglicht, ihre Gesundheit ganzheitlich zu beobachten und zu verwalten – beispielsweise eine digitale Patientenakte, in der alle Untersuchungen und Ergebnisse gespeichert werden. So wäre jeder in der Lage, einen Daten-basierten Austausch mit seinen Ärzten zu führen, denn beiden liegen dieselben Informationen vor. Diagnosen können treffender gestellt und Doppeluntersuchungen vermieden werden. Hier sehe ich großes Potential.

Datennutzung zur Gesundung der Gesellschaft

Immer mehr Produkte werden „smart“ und liefern Informationen über ihre Nutzer. Mithilfe des langfristigen Sammelns von Informationen durch Personenwaagen, Zahnbürsten, Magnetresonanztomographen etc. können wir ganzheitlich neue Erkenntnisse über den grundsätzlichen Gesundheitszustand einer ganzen Gesellschaft gewinnen. Diese Erkenntnisse müssen wir in individuelle menschliche Signale übersetzen und Menschen so dazu bringen ihr Verhalten zu ändern. Sie erhalten das Gefühl, dass ihre Gesundheit tatsächlich in ihrer Hand liegt. Der Patient wird mündiger, der Mensch gesünder und das Gesundheitssystem entlastet.


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