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Gesundheit erhalten statt Krankheiten behandeln

Jeannine Kritsch

Einmal im Jahr wird der CityCube Berlin zum Knotenpunkt in Sachen Medizin und Gesundheit. Dann versammeln sich dort Vertreter aus Gesundheitspolitik und -wirtschaft um auf dem Hauptstadtkongress (HSK) gemeinsam über die Gesundheitsversorgung der Zukunft zu sprechen. In diesem Jahr findet der HSK vom 20. bis 22. Juni statt. Diesmal stehen die Grundpfeiler des Gesundheitswesens im Mittelpunkt: „Qualität und nachhaltige Finanzierung“ lautet das Motto. Es umfasst die beiden zentralen Kriterien, an denen sich Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft messen lassen müssen.

Bernd Laudahn, Geschäftsführer der Philips GmbH Market DACH, diskutierte auf dem Kongress mit Kolleginnen und Kollegen aus der Branche das spannende Thema „Capitation: Gehört die Zukunft im Gesundheitswesen den Systempartnerschaften?“. Unter der gemeinsamen Moderation von Prof. Dr. Axel Mühlbacher (Leiter des Instituts Gesundheitsökonomie und Medizinmanagement Hochschule Neubrandenburg) und Jessica Hanneken (Hauptstadtrepräsentanz der apoBank) sprach Laudahn mit Prof. Roger Jaeckel (Hochschule Neu-Ulm, Market Access Director D.A.CH der Baxter Deutschland GmbH), Dr. Torsten Kühn (Geschäftsführer der ContraCare GmbH) und Stefan Oelrich (Senior Vice President Head Diabetes Franchise von Sanofi).

Bernd Laudahn, Geschäftsführer der Philips GmbH Market DACH, sprach auf dem Hauptstadtkongress 2017 über Konzepte für einen effizienten Umgang mit den Ressourcen des Gesundheitswesens.

Laut World Health Organization wird sich im Jahr 2050 der Anteil der über 60-Jährigen im Vergleich zum derzeitigen Stand fast verdoppeln – auf 22 Prozent. Zudem steigt die Anzahl chronisch kranker Menschen extrem an. Damit lastet ein extremer Kostendruck auf dem Gesundheitswesen. Diese Entwicklungen zeigen: Wenn in naher Zukunft kein drastisches Umdenken, kein Wandel erfolgt, werden die existierenden Gesundheitssysteme zusammenbrechen.

Doch wie sieht die Lösung aus? Bernd Laudahn erläuterte im Podium das Konzept Value Based Healthcare: Den steigenden Versorgungskosten muss dabei eine konsequente Ausrichtung auf den Patientennutzen entgegengesetzt werden. Im Fokus steht die Vision einer zukunftssicheren, qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Gesundheitsversorgung, die Qualität auch als Kriterium für Vergütung berücksichtigt. Dies setzt voraus, dass Versorgung entlang des gesamten Health Continuums, wie wir es bei Philips nennen, gestaltet und in ihrer Qualität nachvollzogen werden kann. Philips baut dabei auf digital und vernetzte Lösungen. „Die Grundidee der vernetzten Versorgung ist ein gemeinsames, partnerschaftliches Agieren innerhalb des Systems. Gleichzeitig muss der Patient auf diese Reise mitgenommen werden“, so Laudahn.

Denn Value Based Healthcare benötigt die Vernetzung aller an der Versorgung beteiligten Akteure, also Patienten, Kliniken, Ärzten, Versicherungen etc.. Als Gesundheitsunternehmen bringt Philips ein genaues Verständnis der Strukturen und Prozesse des Gesundheitswesens mit, um als Industriepartner an der Implementierung dieses Ansatzes mitzuwirken. Denn es gilt, Gesundheit zu erhalten statt Krankheiten zu behandeln. Wir müssen die Eigenverantwortung und -motivation der Bevölkerung beziehungsweise der Patienten fördern, sie für die Prävention begeistern – und ihnen dafür einfache und sinnvolle Tools an die Hand geben.

Quelle: Future Health Index 2017 von Philips.

Mit der Zukunftssicherung des Gesundheitswesens befasst sich auch der zweite Future Health Index von Philips. Der Index untersucht die Wahrnehmung unterschiedlicher Gesundheitsakteure und bildet so einen wichtigen Indikator für die Akzeptanz von neuen Lösungsansätzen im Gesundheitsbereich. Mehr dazu erfahren Sie hier.


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