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Frischer Wind auf dem deutschen KIS-Markt: Philips stellt Tasy auf der conhIT vor

Kerstin Zimmermann

Happy birthday conhiT! Vom 25. bis 27. April 2017 hat die Connecting Healthcare IT zum zehnten Mal gezeigt, was Gesundheits-IT zu leisten vermag. Dabei hat der Jubilar erneut Rekordzahlen geschrieben. 503 Aussteller präsentierten 9.500 internationalen Fachbesuchern auf 18.000 Quadratmetern ihre Produkte und Lösungen. Als Aussteller der ersten Stunde hat Philips die Erfolgsgeschichte von Anfang an miterlebt. Heute trifft wohl kaum ein anderer Branchentreff den Nerv der Zeit so wie die conhIT.

 

 

Welchen Stellenwert die conhiT als Europas wichtigste Veranstaltung rund um Healthcare IT heute hat, zeigt nicht zuletzt die Übernahme der Schirmherrschaft durch Hermann Gröhe. In seiner Eröffnungsrede unterstrich der Bundesgesundheitsminister die Bedeutung der Digitalisierung als mächtigsten Treiber von Veränderung. „Eine Zukunft ohne Digitalisierung ist im Gesundheitswesen nicht mehr denkbar. Das ist gut so, denn Digitalisierung hilft, unsere gute Gesundheitsversorgung durch eine stärkere Vernetzung aller Beteiligten weiter zu verbessern. Im Mittelpunkt muss dabei stets der Patient stehen.“

 

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe nutzte die Gelegenheit, um mit den Playern der Branche ins Gespräch zu kommen: „Es ist schön am zehnten Geburtstag der conhIT zu sehen, dass sich dieser Markt der Möglichkeiten, auf dem man sich gegenseitig mit guten Ideen ansteckt und über die Schulter schaut, so gut entwickelt hat.“

 

Tasy: Ein „Trusted Advisor“ von Ärzten für Ärzte

Volltreffer! Philips hat auf der diesjährigen conhIT Tasy[1] vorgestellt.Und wodurch zeichnet sich das neue Krankenhausinformationssystem (KIS) von Philips aus? Es bildet den Leitgedanken „Mensch im Mittelpunkt“ konkret im Versorgungsalltag ab.

Tasy gehört seit 2010 zum Philips IT-Portfolio. Die Nummer eins des brasilianischen KIS-Marktes macht deutlich, dass ein Perspektivenwechsel die beste Voraussetzung für Innovation ist. „Das System soll eine echte Alternative darstellen. Anders als die meisten bestehenden KIS wurde Tasy nicht unter primär administrativen Gesichtspunkten konzipiert, sondern umgekehrt von Ärzten für Ärzte aus den klinischen Prozessen heraus entwickelt“, erklärte Gerrit Schick, Business Group Manager Healthcare Informatics Solutions Services Philips DACH, beim Presse-Lunch anlässlich der Tasy-Einführung in Deutschland.

 

Tasy soll die Patienten aktiv in die Abläufe einbeziehen, die klinische und administrative Entscheidungsfindung unterstützen sowie die Wirtschaftlichkeit von Krankenhäusern stärken.

 

Kein KIS wie alle anderen

Das HTML5-basierte, cloudfähige und uneingeschränkt mobil nutzbare System ist um die elektronische Patientenakte herum organisiert. Nach der Anpassung an den deutschen Markt werden die Patienten idealerweise Zugriff auf das Terminmanagement und ihre Behandlungsdaten erhalten. Dadurch will Tasy dem Wunsch nach mehr Transparenz und Partnerschaft auf Augenhöhe Rechnung tragen. Mehr noch: Es will den Patienten aktiv in die Abläufe im Krankenhaus einbeziehen und seine Emanzipation vom passiven Empfänger zum selbstbewussten Mitgestalter fördern. Dazu gehört auch, dass der Patient relevante Informationen mit Angehörigen und niedergelassenen Ärzten teilen können soll. Angestrebt sind darüber hinaus eine automatisierte, lückenlose Echtzeit-Leistungserfassung sowie Funktionen zur klinischen und administrativen Entscheidungsunterstützung. Zugleich soll Tasy die interdisziplinäre, interprofessionelle und sektorenübergreifende Zusammenarbeit sowie die effiziente Ressourcenplanung und -steuerung erleichtern. Durch die Zusammenführung von administrativen Tools und Daten aus dem Versorgungsprozess erweitert es außerdem die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Steuerung. Zurzeit wird Tasy von einem deutsch-brasilianischen Beraterteam in Kooperation mit dem Krankenhaus Düren an die spezifischen Anforderungen des deutschen Marktes angepasst.

 

Vor Beginn der Co-Design-Partnerschaft konnte sich eine Delegation des Krankenhauses Düren in Südamerika ein Bild von TASY machen. Geschäftsführer Dr. Gereon Blum war begeistert: „Brasilien macht vor, was in Sachen KIS möglich ist.“

 

Von einer episodischen hin zu einer kontinuierlichen Versorgung

Neben Tasy präsentierte Philips auf der conhIT noch weitere Neuheiten, die unter dem Vorzeichen des digitalen Wandels zu einer effizienten und qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung beitragen. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten Konzepte zur vernetzten Versorgung. Denn wie das Bundesgesundheitsministerium in einem Glossar unter dem Begriff „Leistungserbringer“ formuliert:  „… die unzureichende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Sektoren stellt eines der größten Probleme des deutschen Gesundheitswesens dar.“ Umso gefragter sind deshalb Konzepte, die im Sinne der bestmöglichen, kontinuierlichen Patientenversorgung die Verzahnung der Sektoren erleichtern.

 

 

Auf Youtube können Sie sich außerdem Videos zu den von Philips auf der conhIT gezeigten klinischen Informationssystemen für die Radiologie, die Kardiologie und den Akutbereich  sowie zur Notruflösung CareSage ansehen.

 

[1] *Tasy ist noch nicht CE-zertifiziert und erst nach Abschluss der Zertifizierung in Deutschland erhältlich. Bestimmte Module von Tasy werden als Medizinprodukt zertifiziert werden.

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