Die Revolution! Digitale Medizintechnik.

Gastbeitrag

Zu den großen Herausforderungen des Gesundheitswesens gehören die „Zunahme von chronischen Erkrankungen“ und der „demographische Wandel“. In Deutschland leiden heute 18 Millionen Menschen an Übergewicht, drei Millionen an Asthma und die Zahl der Diabetiker wird bis 2030 auf voraussichtlich acht Millionen ansteigen. Zudem wächst die Zahl der Seniorinnen und Senioren, während die Bevölkerungszahl insgesamt sinkt – so sind auch im Hinblick auf unsere medizinische Versorgung Veränderungen unabwendbar, wenn wir weiterhin von einem guten Gesundheitssystem profitieren wollen.

Die Frage, die zu stellen ist, lautet daher: Wie können wir die Qualität der Versorgung sichern und ausbauen und gleichzeitig die Kostenexplosion vermeiden? Wir bei Philips sind davon überzeugt, dass ein Schlüssel dafür Innovation und Effizienz sind.

 

Der wichtigste Trend im Gesundheitsbereich ist die Vernetzung aller Geräte im klinischen und ambulanten Bereich.

Der wichtigste Trend im Gesundheitsbereich ist die Vernetzung aller Geräte im klinischen und ambulanten Bereich.

 

Wir haben eine Vision: Die Vision, dass Technologie und digitale Vernetzung das Gesundheitswesen nachhaltig verändern wird.  Drei Megatrends zeichnen sich hierbei ab. Der erste Trend ist die Kommoditisierung. Kostete ein Ultraschallgerät im Jahr 1995 noch 15.000 US Dollar und musste aufgrund seiner Größe auf einem Rollwagen transportiert werden, kostet es heute kaum mehr als 200 US Dollar pro Monat und überträgt die Bilder auf ein handelsübliches Tablet. Der zweite Trend ist die Miniaturisierung. Technologie wird immer kleiner. Perfektes Beispiel ist hier unser Minicare Acute. Anstelle von Bluttests im Labor kann man nun direkt beim Patienten einen Bluttest vornehmen – entscheidend zum Beispiel für die frühestmögliche Diagnose eines Herzinfarkts. Der dritte und wichtigste Trend ist die Vernetzung aller Geräte im klinischen und ambulanten Bereich.

Das Ergebnis ist eine echte Revolution! Die Medizintechnik kommt zum Patienten nach Hause. Der stete Gang zum Arzt kann immer öfter vermieden werden. Dies ist vor allem für chronisch Kranke und ältere Menschen eine entscheidende Erleichterung im Alltag. Mobile Geräte können – soweit der Patient dies erlaubt – Daten aufnehmen und direkt an den Arzt übertragen. So haben Arzt, Krankenschwester und der Patient selbst einen klaren Überblick über den aktuellen Gesundheitszustand.  Jeder Patient verfügt so über seinen persönlichen digitalen Gesundheitsassistenten.

Drei Beispiele für vernetzte Medizintechnik sind CareSage in den USA, Medido in den Niederlanden, Minicare Home in Großbritannien.

CareSage basiert auf Daten, die über viele Jahre durch ein große Zahl von Hausnotrufgeräten mit Sturzsensoren (>700.000 Patienten in den USA) ermittelt wurden. CareSage ermittelt aus diesen Daten über einen Algorithmus das Hospitalisierungsrisikos des individuellen Hausnotrufnutzers, sobald sein Verhalten Anzeichen einer Verschlechterung seines Gesundheitszustands zeigt. Dies ermöglicht nicht nur eine gezielte, präventive Intervention, sondern vermeidet oft auch die Einweisung in eine Klinik, z.B. nach Stürzen. Auf diesem Wege werden auch die Kosten unseres Gesundheitssystems weiter reduziert.

 

Medido versorgt bereits 2.500 Haushalte in den Niederlanden.

Medido versorgt bereits 2.500 Haushalte in den Niederlanden.

 

Medido ist ein Medikamentenausgabegerät welches in den Niederlanden in der Hauspflege eingesetzt wird. Die Medikamentengabe muss nun nicht mehr durch eine Fachkraft erfolgen, diesbezügliche Besuche entfallen und Pflegerinnen und Pfleger haben mehr Zeit für die persönliche Betreuung der Patienten.

Minicare Home misst die weißen Blutkörperchen des Patienten. Menschen mit Krebserkrankungen können so ihren Blutstatus täglich prüfen, die Ergebnisse ihrem behandelnden Arzt übertragen und auf diesem Wege den idealen Zeitpunkt z.B. für die Fortsetzung Ihrer Chemotherapie vereinbaren.

Die digitale Medizintechnik kann Versorgung sinnvoll unterstützen. Dafür werden Daten von einer Vielzahl von Geräten und Applikationen digital übertragen und dem Arzt und Patienten in unterschiedlicher Form zur Verfügung gestellt. Der Patient entscheidet dabei, welche seiner Daten übertragen werden dürfen. Medizintechnik ist in der digitalen Welt auch nicht länger auf den professionellen Bereich beschränkt, sondern kann auch sektorübergreifend mit dem ambulanten Bereich und vice versa kommunizieren.

Dabei ist sie immer persönlich, passt sich individuellen Bedürfnissen an und hilft sinnvoll Kosten einzusparen bei gleichzeitig hoher Betreuungsqualität.

Diese Projekte zeigen wie die Digitalisierung in der Medizin das Leben von Patienten signifikant verbessert und darüber hinaus Kosten spart. Wir bei Philips werden diese Entwicklung weiter vorantreiben.

 

 

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